Ein bisschen Holz, Gründach und E-Ladesäulen … und damit ist das Thema Nachhaltigkeit abgehakt? Ganz sicher nicht! Bei Bockermann Fritze plan4buildING wird das Thema ganzheitlich gedacht. Das umfasst neben den drei Hauptsäulen Ökonomie, Ökologie und Soziales zusätzlich noch rechtliche und technische Aspekte. „Unser Verständnis von Nachhaltigkeit basiert auf den 17 UN-Zielen der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Es geht um das große Ganze“, verdeutlicht Dipl.-Ing. Martin Pollpeter, Geschäftsführer und Gesellschafter von Bockermann Fritze plan4buildING, den Anspruch.
Autorin: Eike Birck
Vom Bauteil über das Gebäude bis hin zum Quartier kann jeder Bereich in den Blick genommen werden – je nach Setzung des Fokus'. Das Ziel ist es, für den Kunden die richtige Mischung aus den unterschiedlichen Bereichen zu erarbeiten. So können Werte langfristig erhalten werden. Hier wären beispielsweise Möglichkeiten zur späteren Umnutzung oder zum Umbau perspektivisch in die Planung einzubeziehen. „Wir wollen Qualitäten schaffen. Immobilien und Gebiete, die den Nutzerinnen und Nutzern ebenso dienen wie dem gesamtem sozialen, ökologischen und ökonomischen Umfeld.
Dabei setzen wir auf Synergien, zum Beispiel bei der gemeinsamen Energiegewinnung im Quartier“, betont Andreas Kirchner, Dipl.-Ing. und Kompetenzleiter bei Bockermann Fritze plan4buildING (BFP). „Es geht auch darum, Konstruktionen zu fördern, die die Umwelt schonen und die Wiederverwendung von Bauteilen ermöglichen“, ergänzt seine Kollegin Andrea Rethmeier, Dipl.-Ing. Architektin und Projektingenieurin. „So können Bauteile im Rückbaufall bestenfalls sogar weiterveräußert werden, statt diese zu entsorgen.“
Von Anfang bis Ende - und wieder von vorn.
Der Schlüssel zum nachhaltigen Bauen ist das Denken in Lebenszyklen, die in den Bewertungssystemen meist 50 Jahre umfassen. „Bereits bei der Planung des Baus denken wir den Rückbau mit“, skizziert Martin Pollpeter das A und O der Zirkularität. Bei der Auswahl der Baumaterialien wird darauf geachtet, dass diese in der Herstellung bereits so wenig Energie wie möglich verbrauchen, also sogenannte graue Energie vermeiden. Recycelte Baustoffe und die Nutzung lokal verfügbarer vorhandener Materialien reduzieren ebenfalls Treibhausgasemissionen. „Das Gebäude und die zugehörigen Außenanlagen – in Verbindung mit der Betrachtung des Umfeldes oder sogar des ganzen Quartiers in Bezug auf natürliche und technische Ressourcen – gilt es so zu konzipieren, dass der Betrieb mit geringem Invest, Reinvestitionen und Verbrauchskosten funktioniert“, so Andreas Kirchner.
Die ganzheitliche Nachhaltigkeitskonzeption von Bockermann Fritze schließt eine sinnhafte Beteiligung der Nutzer ein. „Es hat sich zum Beispiel gezeigt, dass Mitarbeitende dem Projekt wertschätzender gegenüberstehen, wenn sie mitbestimmen dürfen, in welchem Umfeld sie gern arbeiten möchten“, berichtet Andrea Rethmeier. „So können von vornherein mögliche Faktoren reduziert werden, die das Wohlbefinden stören können – Raumtemperatur oder Lichtverhältnisse zum Beispiel.
Bei bestimmten Projekten kann über das rechtlich geforderte Maß hinaus auch eine Partizipation der Bevölkerung, die von einem Projekt in der Nachbarschaft betroffen ist, wie beispielsweise bei einer Gebiets- oder Quartiersentwicklung, sinnvoll sein. Das erhöht die allgemeine Akzeptanz – ebenso wie ästhetisch ansprechende Gebäude im Sinne der ganzheitlichen Baukultur.“
Ganz klar, nachhaltiges Bauen mit all seinen Facetten ist ein komplexes Unterfangen und bedarf eines interdisziplinären Teams aus den Bereichen Statik, Bauphysik, Architektur, Nachhaltigkeitsexpertise, TGA und vielen anderen. Das Zusammenspiel aller Fachrichtungen ermöglicht einen integralen Planungsprozess und ein für den Kunden optimales Ergebnis. Bei einer nachhaltigen Planung gibt es immer mehrere mögliche Varianten, die betrachtet werden. Es muss sorgfältig abgewogen werden, welcher individuelle Weg für ein bestimmtes Projekt der sinnvollste ist. Dabei geht es nicht in erster Linie um Zertifizierungen, denn eine nachhaltige Betrachtung ist auch ohne Bescheinigungen sinnvoll und wichtig.
„Insgesamt geht es darum, eine gute Balance zu finden, die die Interessen von Investor, Nutzer und Umwelt berücksichtigt“, bringt es Martin Pollpeter auf den Punkt. Eng verknüpft sind damit auch die EU-Taxonomiekriterien (gemessen an den sechs Klimaschutzzielen für nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten) und die ESG-Kriterien. ESG steht für Environment (Umwelt), Social (Soziales) und Governance (Unternehmensführung). Die Kriterien stellen ein umfassendes Regelwerk zur Bewertung der nachhaltigen und ethischen Praxis von Unternehmen dar.
1. Die Basis - "Nachhaltiges Fundament"
Die erste Stufe beinhaltet die Betrachtung der gesetzlichen Mindestanforderungen und der betrieblichen Vorgaben. Das sind die Basics der nachhaltigen Betrachtung, die zwingend Berücksichtigung finden müssen.
2. Eine Schippe drauf - "Nachhaltiges Investment"
3. Jetzt geht's rund - "den Lebenszyklus im Blick"
4. ... hier schließt sich der Kreis - "über den Tellerrand schauen"
Bei Bockermann Fritze plan4buildING kommt alles aus einer Hand. Die vorzeitig nachhaltige Beratung setzt bereits in der Bedarfsplanung/Standortentwicklung an, erstreckt sich über die Grundstückssuche und Generalplanung bis hin zur Ausführung und dem Projektmanagement. Der grüne Faden zieht sich kontinuierlich durch alle Bereiche.
Um professionell nachhaltig planen und beraten zu können, ist das gesamte BFP-Team mit an Bord und baut seine Kompetenzen kontinuierlich immer weiter aus. Dazu zählen Expertinnen und Experten aus den Bereichen Stadtentwicklung, Architektur, Technische Gebäudeausstattung und vielen Ingenieursdisziplinen.
„Unsere Aufgabe ist es, aus vielen sinnvollen Möglichkeiten – was beispielsweise Vergleiche zu Standortvarianten, möglichen Gebäudeausrichtungen, Materialwahl, Beschaffenheit der Gebäudehülle und Varianten der Versorgungstechnik, Anforderungen an Heizen, Lüften und sonstigem Energiebedarf und vielem mehr anbelangt – die optimale und maßgeschneiderte Variante für den Kunden herauszuarbeiten. Wir verstehen uns als unabhängige Berater, sind systemoffen und nicht an bestimmte Produkte beziehungsweise Ausführungen gebunden“, unterstreicht Martin Pollpeter. „Unsere Untersuchungen sind in der Herangehensweise grundsätzlich ergebnisoffen, herstellerneutral und in jedem Fall nachhaltig.“
Mit unserem Green Dashboard behalten Bauherren dank eines innovativen Tools jederzeit den Überblick. Der aktuelle Projektstand mit den wichtigsten Fakten wird transparent und übersichtlich in der Grafik abgebildet. In unserer ganz eigenen Prozesslandschaft, dem check&go|Plan® haben wir unsere Projekt- und Planungsleistungen detailliert abgebildet, behalten aber auch hier den gesamten Lebenszyklus jederzeit im Blick.