Liebe Leserinnen und Leser,

kennen Sie die aktuelle Gallup-Studie? Seit 2001 wird mit dem sogenannten Gallup Engagement Index die emotionale Bindung von Menschen an ihre Arbeit und die Führungskultur in deutschen Unternehmen gemessen. Die neuesten Ergebnisse sind erschreckend: Fast jeder fünfte Angestellte hat innerlich bereits gekündigt und macht nur noch Dienst nach Vorschrift – der höchste Wert seit zehn Jahren. Woran liegt das? Die Experten von Gallup führen den Negativtrend unter anderem auf die schwierige wirtschaftliche Lage und die damit verbundene Angst vor einer ungewissen Zukunft zurück. Ihre These: Führungskräfte haben in dieser Situation eher das Krisenmanagement im Blick als die Belange ihrer Mitarbeitenden, die Begeisterung für die eigene Arbeit schwindet und persönliche Bindungen verlieren an Bedeutung.

Die Berichte über Menschen und Projekte rund um unsere Unternehmensgruppe sprechen in meinen Augen eine andere Sprache als die düsteren Prognosen der Gallup-Studie: Da erzählt eine junge Bauingenieurin begeistert von dem schönen Gefühl beim Anblick des fertigen, von ihr geplanten Brückenbauwerks. Eine Geschäftsleitungsassistentin blickt mit Stolz auf ihre fast 30 Jahre Mitwirkung an der BF-Firmengeschichte zurück. Das Team von DesignHaus lässt mit Kreativität und Leidenschaft seit einem Vierteljahrhundert für zahlreiche Kunden den Traum vom eigenen Haus Realität werden. Und in der Niederlassung in Potsdam wird die hundertste Sonderprüfung einer maroden Brücke im Team mit einer Jubiläumstorte gefeiert. Das alles sind ganz persönliche Geschichten, die von Verbindungen handeln. Von Verbindungen, die halten.

So sind Verbindungen denn auch das Schwerpunktthema dieser aktuellen bf|acto-Ausgabe. Die fachübergreifende Zusammenarbeit unserer drei Unternehmen BF IngenieurConsult, plan4buildING und DesignHaus würde ohne sie nicht funktionieren und die Verbindung verschiedenster Kompetenzen und Expertisen unter „einem Dach“ ist gerade eine der großen Stärken unseres BF-Netzwerkes. Und auch wenn man die Augen vor all den Problemen, die sich in der oben genannten Gallup-Studie widerspiegeln, nicht gänzlich verschließen kann und sollte, freuen mich umso mehr diese vielen positiven Gegenbeispiele aus meinem eigenen Berufsalltag. Vielleicht ist gerade das die Kunst – den Blick häufiger auf das zu richten, was gelingt, und weniger auf das, was nicht funktioniert. Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre.

Ihre
Daniela Göhner

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