Innovationspark Riedelbach.
Vorausschauend planen.

Götz Esser ist seit 2017 Bürgermeister der hessischen Gemeinde Weilrod. Auch in seiner zweiten Amtsperiode geht es dem unabhängigen Bürgermeister, der von der FWG Weilrod unterstützt wird, darum, die Gemeinde zukunftssicher aufzustellen. Dafür steht auch die Entwicklung des Innovationsparks in Weilrod-Riedelbach. Auf Grundlage einer Machbarkeitsstudie soll Bockermann Fritze plan4buildING die Planung übernehmen.

Autorin: Corinna Bokermann
 

Herr Esser, warum braucht es einen Innovationspark in Riedelbach?

Ein wesentlicher Aspekt ist, dass wir als Gemeinde derzeit keine Gewerbeflächen mehr anbieten können. Die Möglichkeiten sind erschöpft. Gleichzeitig ist der Siedlungs- und Expansionsdruck, mit dem wir konfrontiert sind, extrem hoch. Das liegt nicht zuletzt am pulsierenden Rhein-Main-Gebiet mit Frankfurt als Drehkreuz. Das Areal des Innovationsparks liegt jedoch noch voll im Planungsgebiet des Regionalverbands FrankfurtRheinMain. Und da heimische Betriebe ebenfalls händeringend nach Flächen suchen, wo sie mit ihren Unternehmen nach dem Stand der Technik arbeiten können, braucht es diesen Innovationspark.

Warum ist der ausgewählte Standort perfekt dafür?

Er liegt mit Blick auf die umgebende Infrastruktur optimal an einer der wichtigsten Verkehrsrouten des Hochtaunuskreises, der B 275, die eine schnelle Verbindung zu Autobahnen schafft – nämlich zur A3 und A5 als pulsierenden Wegeadern. Darüber hinaus bietet das Areal, auf dem der Innovationspark Weilrod-Riedelbach entstehen könnte, gute Voraussetzungen. Es ist eine von wenigen gerade Flächen, denn schließlich befinden wir uns mit Blick auf die topo- und geografische Lage auf einem Mittelgebirgsstrang. Das heißt, die ausgewählte Fläche würde bei einer Bebauung weniger Probleme mit sich bringen. Außerdem gibt es in Riedelbach bereits nahe dem Innovationspark neben einem Kindertagesstätten- und Schulstandort ein weiteres Gewerbegebiet, das jedoch komplett verkauft ist – eben auch aufgrund der guten Verkehrsanbindung. 

Welche Unternehmen werden sich bzw. können sich dort ansiedeln?

Es ist nichts ausgeschlossen, sofern es sich mit dem Konzept eines ökologisch ausgerichteten Gewerbegebietes verträgt. Das Spektrum ist also breit und reicht von heimischen Gewerbe- und Handwerksbetrieben und Unternehmen der New Economy aus dem Umland bis hin zu Betrieben, die Lagerkapazitäten benötigen. Schwerindustrie ist an diesem Standort nicht vorgesehen. Denkbar und auch von der Öffentlichkeit gewünscht ist dagegen ein Gastronomiebetrieb, der unserem Anspruch an die Aufenthaltsqualität entsprechen würde. Ein Gastro-Angebot trägt zur Work-Life-Balance bei und könnte auch touristisch interessant sein, da der Innovationspark an der historischen Route der „Rennstraße“, in der Nähe des Naturschutzgebietes „Riedelbacher Heide“ liegt.

Wie wichtig ist es aus Ihrer Sicht, die Öffentlichkeit zu beteiligen?

Sehr wichtig! Einfach, um transparent nach außen zu agieren, die Öffentlichkeit zu beteiligen und um ein breites Spektrum an Meinungen zu haben. Wichtig ist es, bei einzelnen Punkten nicht unaufmerksam zu werden und relevante Anregungen bestmöglich ins Konzept miteinzubeziehen.

Was hat Sie bewogen, Bockermann Fritze plan4buildING für die Entwicklung des Standortes ins Boot zu holen?

Ausgangspunkt war der sehr intensive Austausch während der Expo Real 2022. Der anschließende Kontakt, die sehr gute Zusammenarbeit – auch bei der ersten Präsentation in den politischen Gremien – haben überzeugt. Neben dem innovativen Ansatz und dem geballten Know-how überzeugt Bockermann Fritze plan4-
buildING aber auch durch sein Gesamtpaket. Das Unternehmen vereint die Kompetenzen und die Expertise, die es für das Projekt braucht, unter einem Dach. Vor allem mit Blick auf die ökologischen Standards, die wir im Projekt mit einbeziehen wollen und die es dann auch umzusetzen gilt.

Was wünschen Sie sich künftig für die Entwicklung der Gemeinde?

Wir erhoffen uns, dass zum einen heimisches Gewerbe nicht abwandert, sondern dass wir vielmehr innovative Betriebe durch die Möglichkeiten eines Innovationsparks vor Ort halten und neue Betriebe dazugewinnen können. Ein weiteres Ziel ist es, Ausbildungsplätze zu schaffen – zumal die Schule in unmittelbarer Nähe liegt und sich direkte Kontakte herstellen ließen. Die gute Kita- und Schulstruktur der Gemeinde erlaubt zudem den Zuzug von Familien, die hier Wohnen und Arbeiten verknüpfen könnten. Das wäre eine Win-win-Situation für uns als Gemeinde im ländlichen Raum, die sich natürlich auch dem demografischen Wandel stellen muss. Sich in einer Gemeinde wohlzufühlen ist ein wichtiger Faktor, um als attraktiver Standort wahrgenommen zu werden. Wir haben uns in den letzten Jahren stabil entwickelt und wollen jungen Leuten weiterhin eine Perspektive bieten, um nach der Ausbildung auch hier vor Ort zukunftssicher in den Beruf starten zu können.

Durchdacht geplant.

Die Leistungen von BFP greifen wie ein Zahnrad ineinander. Die Vermittlung ist ein entscheidendes und verbindendes Glied. Das Maklerteam bei plan4buildING versteht sich als Grundstücksmakler Plus, das für die drei Zielgruppen Besonderes leistet. So steht zum Beispiel ein breites Spektrum an Fachkompetenzen zur Verfügung, wenn es um erste Konzeptplanungen, Layouts für die Grundstücke oder Geoinformationssysteme geht. Investoren wissen, wie sie einen Standort bewerten können und welche Risiken vielleicht im Raum stehen. Eigentümer, ob das Grundstück zu Bauland werden kann.