Liebe Leserinnen und Leser,
als wären wir im friedlichen Herzen Europas in diesen Tagen nicht schon genug von Kriegsängsten erschüttert, stellen uns die Verkäufer schlechter Nachrichten schon die nächsten düsteren Szenarien in Aussicht: In den nächsten Kriegen auf unserem Globus würde es schlichtweg ums Wasser gehen.
Verlassen wir diese Hysterie doch einfach mit der simplen Feststellung, dass eine Entsalzungsanlage weniger als eine Woche Krieg kosten würde und dieser Umstand selbst jedem Despoten, Diktator oder Schurkenstaat einfallen sollte. Betrachten wir jedoch den zunehmenden Stellenwert des Wassers, der immer stärker in unseren Fokus rückt: Sei es der Schutz des Wassers einerseits, sei es der Verbrauch von Wasser andererseits.
Der Schutz des Wassers in seinem gesamten Kreislauf ist ebenso wie viele andere Themenfelder des Umwelt- und Klimaschutzes längst nicht mehr nur ein Thema für Spezialisten, sondern zur Pflichtaufgabe in allem gesellschaftlichen und politischen Handeln geworden ‒ auch in Ingenieurbüros. Die europäische Wasserrahmenrichtlinie und alle daraus resultierenden Gesetze, Normen und Regelwerke seien hierbei nur als wegweisende Beispiele genannt, die uns im Hause Bockermann Fritze durchgängig begleiten. Lassen Sie uns in dieser Ausgabe der bf|acto davon berichten.
Wie wichtig ein sorgfältiger Umgang mit dem Verbrauch von Trinkwasser im globalen Kontext geworden ist, beleuchten die Gastbeiträge dieser Ausgabe. Außerdem berichten wir Ihnen über ein auch mir ans Herz gewachsenes Projekt, initiiert und sehr persönlich gefördert durch einen Mitarbeiter unseres Hauses: die Sicherung einer Trinkwasserversorgung für ein Waisenhaus in Äthiopien. Mit diesem Blick über den Tellerrand lässt sich wieder einmal erkennen, dass es hinter unseren viel zu stark in den Mittelpunkt gerückten Kriegs- (und nun auch noch Wirtschafts-) ängsten in Europa noch viel größere Herausforderungen gibt. Verlieren wir nicht den Blick fürs Ganze, denn der Kreislauf des Wassers kennt keine Kontinente und keine Staatsgrenzen.
Eine erbauliche Lektüre
wünscht Ihnen
Martin Pollpeter