Liebe Leserinnen und Leser,
Der Themenschwerpunkt dieser Ausgabe unseres bf|acto-Magazins ist der Fehler! Fehler, Fehler, Fehler? Was schreib' ich denn da? Vielleicht über Kultur, Toleranz, Freiheit! Über positive Fehlerkultur mit einer offenen, lernenden Herangehensweise ohne Schuldzuweisung und Restriktion. Über Fehlertoleranz im doppelten Sinne, als Geisteshaltung gegenüber Fehlern und Verursachern wie auch als Fähigeit des Systems insgesamt, Fehlerfolgen zu dämpfen und Schaden zu begrenzen. Und über Fehlerfreiheit, nicht als überhöhtes Ziel, das ohnehin nie erreicht werden kann, sondern als Freiheit, Fehler machen zu dürfen und dadurch die Aufgaben des Alltags mit mehr Mut und Unbefangenheit angehen zu können. Natürlich muss es unser Anspruch sein, aus Fehlern zu lernen und Wiederholung zu vermeiden. Aber wichtiger als die Fehler von gestern sind die Ideen für morgen. Nur aus guten Ideen, aus Innovationsbereitschaft und dem Mut, Neues zu wagen (auch wenn dabei Fehler passieren), lässt sich eine nachhaltige positive Entwicklung erzeugen. Ich finde, das gelingt in unserem Unternehmensalltag zumeist ziemlich gut. Die Entwicklung der letzten Jahre spricht jedenfalls dafür. Wachstum und Dynamik sind enorm, wie die Grafik zur Zahl der Mitarbeitenden auf Seite 37 eindrucksvoll belegt. Dabei dürfen wir nur nicht den Boden unter den Füßen verlieren (Sie ahnen schon: Das wäre ein großer Fehler!). Unser Fundament muss mitwachsen mit der enormen Entwicklung, die alle Kolleginnen und Kollegen durch ihre Arbeit jeden Tag aufs Neue ermöglichen. Dem fühle ich mich gerade als Kaufmann besonders verpflichtet. Aus diesem Grund haben wir die bisherige kaufmännische Abteilung weiterentwickelt zum Geschäftsbereich Personal und Service. Rund 35 Kolleginnen und Kollegen in sechs Teams kümmern sich um alle Aktivitäten außerhalb des eigentlichen Projektgeschäfts und sorgen damit für Bodenhaftung in Form von Struktur, Organisation und reibungsloser Abwicklung des ganzen Drumherums. Der Name des Geschäftsbereichs steht für Personal in Gestalt von mittlerweile 200 Menschen bei BF, die sich entwickeln wollen, und für den bestmöglichen Service, die optimale Unterstützung, die wir ihnen dabei bieten möchten. Ebenfalls neu ist der Geschäftsbereich Bauüberwachung bei BFI mit aktuell drei Teams, mit dem wir die Kompetenzen und Erfahrungen in diesem Bereich bündeln und stärken wollen. So entwickeln wir uns stetig weiter und schauen positiv nach vorne, ohne uns zu lange mit den Fehlern von gestern aufzuhalten. Im gesamtgesellschaftlichen Kontext dagegen scheint mir – gerade in Zeiten von Corona – das Anprangern von Fehlern, das Zurückschauen auf Versäumnisse und das Zuweisen von Schuld oft einen größeren Raum einzunehmen als das positive Nach-vorne-Denken, das gemeinsame Entwickeln von Ideen und Lösungen. Ersteres fördert Angst, Vorsicht und Lähmung, Letzteres dagegen Weiterentwicklung, Innovation und Fortschritt. Genau das brauchen wir, um uns den enormen Herausforderungen beispielsweise in Sachen Klima, Bildung und soziale Gerechtigkeit zu stellen. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und uns gute Ideen für eine positive Zukunft und genug Mut für deren Umsetzung – und natürlich erst mal viel Spaß beim Lesen.
Ihr
Ralf Bockermann