Ihr fehlt uns!
Der Faktor Mensch.

Der Fachkräftemangel ist schon seit etlichen Jahren großes Thema in allen Branchen. Es wird gar von einem „War for Talents“ gesprochen, also dem Kampf um den qualifizierten Nachwuchs. So martialisch wird das im Stammhaus von Bockermann Fritze in Enger freilich nicht gesehen. Denn das Unternehmen ist für die Zukunft gut aufgestellt und bleibt beim Thema Personalsuche am Puls der Zeit.

Autorin: Eike Birck

Momentan sind auf der Homepage knapp 20 Stellenausschreibungen zu finden – vorwiegend Bauingenieur*innen und Bauzeichner*innen für die vier Standorte in Enger, München, Gladbeck und Potsdam, aber auch Stellen in der Verwaltung sind frei. Einige Fachkräfte werden kurzfristig und schnell gebraucht, andere werden perspektivisch gesucht – mit Blick auf die weitere positive Entwicklung des Unternehmens, um auch für die Zukunft gut aufgestellt zu sein, wie Personalreferentin Ann-Kristin Möller berichtet. Schnelligkeit ist hier das Zauberwort. Allein in den ersten fünf Monaten des Jahres 2021 sind über 220 Bewerbungen bei Bockermann Fritze eingegangen. „Bei den qualifizierten Stellen muss man als Arbeitgeber rasch reagieren, sonst haben sich die Bewerbenden schon anderweitig orientiert“, erzählt die 31-Jährige, die weiß, wovon sie spricht.

Ann-Kristin Möller arbeitet seit dem 1. April 2021 in der Personalabteilung bei Bockermann Fritze. Ihre Eltern hatten die Stellenanzeige ganz klassisch in der Tageszeitung gesehen. Und da sie gerade auf der Suche nach einer neuen beruflichen Herausforderung war, hat sie sich auf die Stelle als Personalreferentin beworben. „Das ging alles wirklich sehr schnell. Einen Tag nachdem ich die Bewerbung abgeschickt hatte, bekam ich schon die Einladung zum Vorstellungsgespräch.“ Das fand sehr zeitnah statt. Am nächsten Abend erhielt sie die Zusage und war bereits einen Tag später in Enger, um

ihren Arbeitsvertrag zu unterschreiben. Die gelernte Industriekauffrau hat sich nach ihrer Ausbildung bei Bertelsmann eigentlich in der Buchhaltung gesehen. Doch im Verlauf ihres BWL-Studiums hat sie das Thema „Personal“ für sich entdeckt. „Mir macht die Arbeit mit Menschen sehr viel Spaß. So kann ich die Mitarbeitenden von A bis Z begleiten – also vom Arbeitsbeginn bis zum Zeugnis. Die Sichtung von Bewerbungen ist sehr spannend und natürlich die Vorstellungsgespräche“, sagt Ann-Kristin Möller, die vor ihrer Tätigkeit als Personalreferentin bei Bockermann Fritze viereinhalb Jahre in gleicher Position bei einer Firma für Blech- und Metallverarbeitung in Bünde gearbeitet hat.

Bewerbungsverfahren weiter professionalisieren

Und damit Bockermann Fritze im Wettlauf um die klugen Köpfe die Nase vorn hat, wurde eine neue Bewerbungssoftware eingeführt. „Bislang haben die Bewerbenden ihre Bewerbungen per E-Mail geschickt und wir haben den gesamten Prozess mithilfe von Excel-Tabellen händisch verwaltet“, so Ann-Kristin Möller. Dabei kann nicht ausgeschlossen werden, dass mal eine interessante Bewerbung nicht sofort bearbeitet wird und sich der aussichtsreiche Kandidat oder die Kandidatin schon für einen anderen Arbeitgeber entschieden hat. Mit der neuen Software lässt sich auf der Homepage direkt ein Kontaktformular öffnen, in dem die Bewerbenden ihre persönlichen Daten

eintragen und Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse direkt hochladen können. Die Software bietet u. a. einen besseren Überblick, da alle Bewerbungen auf einen Blick sichtbar sind. Dadurch werden direkte Vergleiche erleichtert und zudem eine bessere Nachverfolgbarkeit in puncto Status möglich. Insgesamt beschleunigt das Programm den internen Workflow. Eine Arbeitszeugnis-Analyse ist ein weiteres Goodie.

Aber es geht bei Bockermann Fritze nicht „nur“ darum, neue Mitarbeitende zu finden, sondern auch Talente aus den eigenen Reihen mittels umfangreicher Fortund Weiterbildungen, Schulungen oder durch ein Studium weiterzuqualifizieren und im Unternehmen zu halten und zu fördern. „Wir legen sehr viel Wert auf Fort- und Weiterbildungen und forcieren die Entwicklung unserer Mitarbeitenden. Und wir freuen uns auch sehr, wenn unsere Kolleginnen und Kollegen mit eigenen Ideen zu Weiterbildung und Qualifizierung kommen“, unterstreicht die Personalreferentin. „Ich war zu Beginn meiner Tätigkeit hier bei Bockermann Fritze sehr überrascht, was hier für die Mitarbeitenden alles möglich gemacht wird.“ Außerdem hält Bockermann Fritze engen Kontakt zu den hiesigen Schulen und Hochschulen, um Talente rechtzeitig zu entdecken. Insbesondere zu der TH OWL, an der einige BF-Mitarbeitende als Dozenten tätig sind.

Finden & binden.

Wenn nicht gerade die Corona-Pandemie Messen und andere Events unmöglich macht, ist das Unternehmen auch bei diesen Gelegenheiten präsent, bietet Schülerpraktika, beteiligt sich am Girls‘ Day und an Berufsfelderkundungstagen. Außerdem stellt Bockermann Fritze Werkstudierende ein und bildet selbstverständlich selbst aus. 17 Azubis sind derzeit bei Bockermann Fritze beschäftigt. Ob Studierende oder Auszubildende – die jungen Menschen werden rechtzeitig angesprochen, ob und wie sie sich eine Zukunft im Unternehmen vorstellen können, um somit gute Mitarbeitende frühzeitig zu binden. Und damit die Auszubildenden sich gleich an ihrem ersten Arbeitstag am 1. August wohlfühlen, organisieren die Azubis des zweiten Lehrjahres im Juni schon einen Kennenlerntag.

Mitarbeitende zu binden, betrachtet das familiär geführte Unternehmen als eine seiner wichtigsten Aufgaben. Damit sich die Mitarbeitenden wohlfühlen, gern zur Arbeit kommen und ihren Job gut und kreativ ausfüllen, bietet Bockermann Fritze einen ganzen Strauß an Benefits. Angefangen beim mobilen Arbeiten im Homeoffice (schon vor der Pandemie), flexiblen Arbeitszeiten und dem BF-Sorglos-Paket mit Inhalten wie Alters-, Gesundheits- und Berufsunfähigkeitsvorsorge.

Apropos Gesundheit: BF Fit & Fun steht für kostenfreie Angebote, wie Büromassage, Sportkurse, Lauf-, Walking- und Kicker-Gruppen, Bike Leasing und dem Obst-Tag am Mittwoch. Jeder neue Mitarbeitende bekommt einen Begrüßungsordner, in dem alles Wissenswerte rund um Bockermann Fritze nachzulesen ist. Von der Unternehmenspräsentation über einen Leitfaden und Organigramm samt Sitzplan (Wie komme ich wohin und wen finde ich wo?) bis hin zu der erfolgreichen Aktion „Mitarbeitende werben Mitarbeitende“ ist alles dabei. „Das ist doch wirklich die beste Werbung für ein Unternehmen, wenn man Freunden seinen Arbeitgeber empfiehlt“, resümiert Ann-Kristin Möller. Für diese Empfehlung gibt es nach überstandener Probezeit „des Neuen“ einen richtig guten Obolus und zwei zusätzliche Urlaubstage für „den Alten“. All diese Maßnahmen und Aktionen sorgen dafür, dass engagierte und qualifizierte Fachleute zu Bockermann Fritze kommen – und bleiben.